Schweizer Astronomietag


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Astronomy Award

Swiss Astronomy Award

Der Schweizer Astronomietag Verein verleiht jährlich den Swiss Astronomy Award in Anerkennung für grossartige Verdienste im Bereich der Astronomie.

Der Award wird jeweils am Schweizer Astronomie Tag vergeben.


Preisträger:

2009: Prof. Dr. Dr. h.c. Gustav Andreas Tammann

Gustav Andreas Tammann studierte Astronomie in Basel und Göttingen. 1963 ging er an das Mount Wilson- und Palomar-Observatorium und begann eine langjährige Zusammenarbeit mit Allan Sandage.
1972 wurde er Professor an der Universität Hamburg. Von 1977 bis zu seiner Pensionierung war er Professor und Leiter des astronomischen Instituts an der Universität Basel.
Tammann befasst sich besonders mit der kosmischen Entfernungsskala, der Hubble-Konstante, und damit zusammenhängend mit kosmischen Entfernungsindikatoren wie Supernovae und Cepheiden
.Tammann und Sandage vertraten in den 1990er Jahren Werte von 50 bis 60 für die Hubble Konstante, während eine US-Schule um de Vaucouleurs Werte von 80 bis 100 vertrat, teilweise unterstützt durch Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope. Heute wird ein Wert von 72 favorisiert und ein Alter des Universums von rund 13 Milliarden Jahren.



2008: Prof. Dr. Michel Mayor

Der letztjährige Gewinner Claude Nicollier überreichte im Namen des Schweizer Astronomietag Vereins Michel Mayor den Swiss Astronomy Award. Der Schweizer Astronomietag Verein würdigte mit dem Preis Michel Mayor für seine Tätigkeiten im Bereich der Erforschung von Extrasolaren Paneten. Er verfasste mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen und präsidierte von 1988 bis 1991 die Kommission „Structure and dynamics of the galactic system“ der Internationalen Astronomischen Vereinigung IAU, von 1990 bis 1992 den Wissenschaftlichen Beirat der ESO und von 1990 bis 1993 die Schweizerische Gesellschaft für Astrophysik und Astronomie. Er ist Mitglied der IAU-Kommission für Bioastronomie und seit 2002 Schweizer Delegierter des ESO-Rates.
Als Spezialist für Sternbeobachtung entwickelte er verschiedene Spektrometer, mit denen zum ersten Mal die Veränderungen der Helligkeit eines Sterns als Folge der Rotation eines Planeten beobachtet werden konnten. Damit entdeckte er im Jahr 1995 zusammen mit seinem Mitarbeiter Didier Queloz einen Planeten von der Grösse Jupiters um den Stern Pegasus 51, der 45 Lichtjahre von der Sonne entfernt ist. Die Entdeckung von Pegasus 51b – so der Name des Planeten – wurde von der Zeitschrift „Science“ als eine der wichtigsten Entdeckungen des Jahres 1995 bezeichnet. Seither wurden mehr als hundert weitere Kandidaten ausserhalb unseres Sonnensystems ausgemacht, die allerdings im Gegensatz zu unseren Riesenplaneten viel enger gezogene Umlaufbahnen aufweisen. Dass man in den letzten Jahren so viele extrasolare Planeten gefunden hat, scheint darauf hinzuweisen, dass die Bildung von Planeten im Universum kein ausserordentliches Ereignis ist.
Die von Professor Mayor gemachte Entdeckung ist nicht nur für die Astronomie von ausserordentlicher Bedeutung. Sie stellt auch die Frage nach möglichem Vorhandensein von Leben ausserhalb unseres Sonnensystems neu zur Diskussion. Der naturwissenschaftliche Nachweis eines Planeten, der nicht um unsere Sonne, sondern um einen anderen Stern kreist, ist ein revolutionärer Schritt für das Verständnis des Universums, womit er den Swiss Astronomy Award als einer der weltweit führendsten Astronomen wahrlich verdient hat.



2007: Prof. Dr. h. c. Claude Nicollier

2007 erhielt Claude Nicollier den Swiss Astronomy Award 2007 und die Ehrenmitgliedschaft im Schweizer Astronomietag Verein für seine erfolgreichen Hubble-Missionen und als Schweizer Repräsentant im Weltall.


Claude Nicollier ist ein Schweizer Militär- und Linien- sowie NASA-Testpilot und Astronaut. Er war der erste und bis jetzt einzige Schweizer, der den Weltraum besuchte.

Im Dezember 1999 unternahm Claude Nicollier seinen vierten Raumflug, die Mission STS-103. Während dieser dritten Wartungsmission des Weltraumteleskops Hubble unternahm Nicollier seine ersten Weltraumspaziergänge. Er hat neue Systeme und Instrumente installiert, um die Leistung des Orbitalteleskops zu verbessern.

Obwohl schon einige europäische Astronauten für die verschiedensten Missionen an Bord des Raumschiffs ausgewählt worden waren, hatte noch keiner von ihnen Gelegenheit zu einem Weltraumausstieg. Selbst bei Nicollier's erstem Wartungseinsatz des Weltraumteleskops, fand Nicollier's ganze Arbeit im Inneren des Raumschiffs stand, am Steuerpult des Manipulatorarms. Aber im Dezember 1999 war für Claude Nicollier der grosse Tag gekommen für eine Erfahrung, die er bis anhin noch nicht gekannt hatte. Er ist der erste Europäer, dem die Verantwortlichen der NASA die Erlaubnis gegeben haben, ein European Space Walker zu werden. Das ist auch einer der Gründe, warum dieser Flug wie kein anderer werden sollte, besonders für die Schweiz. Claude Nicollier amtet heute als Professor am EPFL in Lausanne. Er erhielt den ersten Swiss Astronomy Award im Jahre 2007 und ist nun Ehrenmitglied im Schweizer Astronomietag Verein.

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